stefanieweidner.com https://www.stefanieweidner.com/blog/ Fri, 26 Jun 2026 07:41:27 +0000 de-DE hourly 1 Die 15 wertvollsten KI-Tools für dein Unternehmen https://www.stefanieweidner.com/blog/ki-tools-fuer-unternehmen https://www.stefanieweidner.com/blog/ki-tools-fuer-unternehmen#comments Tue, 23 Jun 2026 12:58:00 +0000 KI KI-Tools KI für Unternehmen https://www.stefanieweidner.com/blog/ki-tools-fuer-unternehmen Weiterlesen

]]>
KI-Tools gibt es inzwischen Hunderte. Aber welche verändern tatsächlich, wie du arbeitest? Diese Liste enthält 15 Tools, die ich selbst nutze oder die ich meinen Kurs-Teilnehmer:innen empfehle. Keine Spielzeuge, keine Hype-Produkte. Werkzeuge, die im Arbeitsalltag funktionieren.

Eines vorweg: Es gibt nicht das eine beste KI-Tool. Es gibt das richtige Tool für deine Aufgabe. ChatGPT ist für viele der Einstieg, aber je nach Anwendungsfall gibt es Tools, die bestimmte Aufgaben deutlich besser lösen. Diese Übersicht hilft dir, einen Überblick zu bekommen.

Ich habe die Tools in sechs Kategorien eingeteilt: 

  1. Text und Recherche, 
  2. Büroalltag, 
  3. Bilder und Design, 
  4. Audio und Video, 
  5. Automatisierung, 
  6. Produktivität. 

Pro Tool erfährst du, was es kann, für wen es sich lohnt, was es kostet und wo die Grenzen liegen. Alle Preise beziehen sich auf den Stand Juni 2026. KI-Anbieter ändern ihre Tarife regelmäßig.

Bevor wir in die einzelnen Tools einsteigen, eine Orientierungshilfe: Nicht jedes Tool eignet sich für jede Unternehmensgröße. Als Selbstständige:r brauchst du andere Werkzeuge als ein Team mit 20 Leuten. Wenn du allein arbeitest, sind ChatGPT oder Claude plus ein Automatisierungstool wie Make oft ausreichend. Wenn du ein Team leitest, werden Copilot, Notion AI und Fireflies relevanter, weil sie Zusammenarbeit und Wissensmanagement abdecken.

Und noch etwas: Kein Tool in dieser Liste ersetzt menschliches Denken. Jedes dieser Werkzeuge produziert Ergebnisse, die du prüfen musst. KI-generierte Texte können Fehler enthalten (Halluzination). KI-generierte Bilder können Urheberrechtsfragen aufwerfen. KI-automatisierte Workflows können an Randfällen scheitern, die du nicht vorhergesehen hast. Die Tools machen dich schneller. Die Verantwortung bleibt bei dir.

Text, Analyse und Recherche

1. ChatGPT

Der Allrounder, den die meisten kennen.

ChatGPT von OpenAI ist das bekannteste KI-Tool der Welt. Texte schreiben, Daten analysieren, Code generieren, Bilder erstellen, Dokumente zusammenfassen. ChatGPT kann fast alles, und das auf einem Niveau, das für die meisten Aufgaben im Arbeitsalltag ausreicht.

Was ChatGPT besonders macht: Custom GPTs. Du kannst dir eigene Assistenten bauen, die dein Unternehmen kennen, deine Stilvorlage befolgen und wiederkehrende Aufgaben nach deinen Regeln erledigen. Ohne Programmierkenntnisse. Ich habe für mein eigenes Unternehmen mehrere Custom GPTs im Einsatz, unter anderem für Kundenkommunikation und Content-Produktion.

Wo ChatGPT an Grenzen stößt: Bei langen, komplexen Analysen verliert es manchmal den Faden. Und bei sensiblen Unternehmensdaten solltest du wissen, dass OpenAI ein US-Unternehmen ist und die DSGVO-Konformität je nach Tarif unterschiedlich geregelt ist.

Tarife: Kostenlos (Basiszugang) | Go: 8 $/Monat | Plus: 22,99 €/Monat (EU) | Pro: 100–200 $/Monat. (Quelle: openai.com/pricing, Stand: Juni 2026)

2. Claude

Für alle, die längere und differenziertere Texte brauchen.

Claude von Anthropic ist eines meiner persönlichen Haupttools. Wo ChatGPT in der Breite stark ist, punktet Claude bei Tiefe: lange Analysen, komplexe Anweisungen mit vielen Bedingungen, redaktionelle Texte, Code-Projekte über viele Dateien. Das Kontextfenster von 1 Million Token bedeutet, dass du ganze Bücher oder umfangreiche Dokumentensammlungen in einem einzigen Gespräch verarbeiten lassen kannst.

In der Praxis nutze ich Claude für alles, wo Textqualität und Nuancen zählen: Glossar-Einträge, Präsentationen, strategische Analysen, Dokumentenerstellung. Claude versteht komplexe Briefings besser als jedes andere Tool, das ich getestet habe.

Wo Claude an Grenzen stößt: Bildgenerierung fehlt (im Gegensatz zu ChatGPT mit DALL-E). Und der Marktanteil ist kleiner, was bedeutet, dass weniger Tutorials und Community-Ressourcen verfügbar sind.

Tarife: Kostenlos (mit Tageslimit) | Pro: 20 $/Monat | Max: 100–200 $/Monat. (Quelle: anthropic.com/pricing, Stand: Juni 2026)

3. Perplexity

Google-Suche mit eingebautem Gehirn.

Perplexity ist eine KI-gestützte Suchmaschine. Du stellst eine Frage, Perplexity durchsucht das Internet in Echtzeit und liefert eine zusammengefasste Antwort mit Quellenangaben. Kein Scrollen durch zehn Suchergebnisse, kein Raten, welcher Link der richtige ist.

Für Recherche, Faktenprüfung und Marktanalysen ist Perplexity inzwischen mein erster Anlaufpunkt. Besonders praktisch: Du kannst zwischen verschiedenen KI-Modellen wechseln (GPT-5.5, Claude Opus 4.8, Gemini) und das beste für deine Frage auswählen. Für Unternehmer:innen, die regelmäßig Wettbewerber analysieren, Branchentrends verfolgen oder Marktdaten zusammentragen, spart Perplexity Stunden pro Woche.

Tarife: Kostenlos (Basiszugang) | Pro: 20 $/Monat | Max: 200 $/Monat. (Quelle: perplexity.ai, Stand: Juni 2026)

4. Le Chat

Die europäische Alternative.

Le Chat von Mistral AI ist der einzige KI-Assistent in dieser Liste, der auf europäischen Servern läuft und explizit DSGVO-konform ist. Für Unternehmen in regulierten Branchen (Finanzen, Gesundheit, öffentlicher Sektor) kann genau das den Ausschlag geben. Wer Kundendaten verarbeitet oder interne Dokumente analysieren lässt, muss wissen, wo die Daten liegen.

Funktional steht Le Chat den großen Anbietern zunehmend weniger nach. Bei mehrsprachigen Aufgaben und Code ist Mistral Large 3 konkurrenzfähig mit GPT-5.5 und Claude. Die Geschwindigkeit ist laut Mistral höher als bei der Konkurrenz (bis zu 1.000 Wörter pro Sekunde).

Tarife: Kostenlos (ca. 25 Nachrichten/Tag) | Pro: 14,99 $/Monat | Student:innen: 6,99 $/Monat. (Quelle: mistral.ai, Stand: Juni 2026)

Im Büroalltag

5. Microsoft Copilot

KI direkt in Word, Excel, Outlook und Teams.

Wenn du mit Microsoft 365 arbeitest, ist Copilot der kürzeste Weg zu KI im Arbeitsalltag. Copilot fasst E-Mail-Threads in Outlook zusammen, erstellt Präsentationen aus einem Satz in PowerPoint, analysiert Daten in Excel per Textbefehl und schreibt Entwürfe in Word. Alles innerhalb der Apps, die du ohnehin nutzt.

Der Vorteil gegenüber ChatGPT oder Claude: Copilot kennt deine Unternehmensdaten. Es greift auf deine E-Mails, Dokumente, Kalender und Teams-Chats zu und zieht den Kontext direkt in seine Antworten ein. Das ist der entscheidende Unterschied: Du musst dem Tool nicht erst erklären, worum es in deinem Unternehmen geht.

Tarife: Copilot Chat kostenlos für Microsoft-365-Nutzer:innen. Business: 21 $/Nutzer:in/Monat (Promo bis Dez. 2026: 18 $). Enterprise: 30 $/Nutzer:in/Monat. (Quelle: microsoft.com, Stand: Juni 2026)

6. Google Gemini

Für alle, die in Google Workspace arbeiten.

Was Copilot für Microsoft ist, ist Gemini für Google. Es steckt in Gmail, Google Docs, Google Sheets, Google Search und auf Android-Geräten. Wer beruflich in Google Workspace lebt, braucht kein separates KI-Tool. Gemini ist schon da.

Die Stärke: Gemini kann auf deine gesamten Google-Daten zugreifen und Zusammenhänge herstellen. Eine E-Mail referenziert ein Dokument in Google Drive, das Dokument enthält Zahlen aus einem Google Sheet. Gemini verbindet das alles.

Tarife: Kostenlos (mit Tageslimit) | AI Plus: 4,99 $/Monat | AI Pro: 19,99 $/Monat. (Quelle: ai.google.dev, Stand: Juni 2026)

7. DeepL

Übersetzung, die klingt, als hätte ein Mensch sie geschrieben.

DeepL ist kein neues Tool, aber es gehört in jede KI-Toolbox. Die Übersetzungsqualität liegt bei den meisten europäischen Sprachen über Google Translate. DeepL Write hilft zusätzlich beim Umschreiben und Verbessern von Texten in der Zielsprache. Für Unternehmen mit internationaler Kommunikation, mehrsprachigen Webseiten oder fremdsprachigen Kund:innen ist DeepL ein Produktivitätssprung.

Für Unternehmen mit Datenschutzanforderungen ist DeepL Pro relevant: Dort werden Texte nicht gespeichert und die Übersetzungen sind DSGVO-konform. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu kostenlosen Übersetzungsdiensten.

Tarife: Kostenlos (mit Zeichenlimit) | Pro: ab 8,74 €/Monat. (Quelle: deepl.com, Stand: Juni 2026)

Bilder und Design

8. Midjourney

Der Bildgenerator mit dem besten ästhetischen Auge.

Midjourney erzeugt Bilder aus Textbeschreibungen und liefert dabei eine Bildqualität, die sich von DALL-E und Stable Diffusion durch einen eigenen, oft als ästhetischer beschriebenen Stil abhebt. Besonders stark bei fotorealistischen Bildern, Produktmockups, Architekturvisualisierungen und Markenbildern.

Der Zugang lief lange ausschließlich über Discord, was für viele Nutzer:innen gewöhnungsbedürftig war. Seit 2025 gibt es eine eigene Weboberfläche. Für Unternehmen, die regelmäßig Bildmaterial brauchen (Social Media, Präsentationen, Webseite), kann Midjourney die Kosten für Stockfotos und Grafikdesign erheblich senken.

Tarife: Ab 10 $/Monat (Basic, ca. 200 Bilder). (Quelle: midjourney.com, Stand: Juni 2026)

9. Canva AI (Magic Studio)

Design für alle, die keine Designer:innen sind.

Canva hat KI in seine gesamte Plattform integriert: Bilder generieren, Hintergründe entfernen, Texte umschreiben, Präsentationen aus einem Prompt erstellen, Videos bearbeiten. Für Social-Media-Posts, Pitch Decks, Flyer und Marketingmaterial ist Canva mit Magic Studio oft schneller als jede Agentur.

Der größte Vorteil für Nicht-Designer:innen: Canva kombiniert KI-Generierung mit professionellen Templates. Du musst kein leeres Blatt füllen, sondern kannst bestehende Vorlagen per KI anpassen. Das senkt die Einstiegshürde drastisch. Für Selbstständige, die ihre eigenen Social-Media-Posts, Angebotsdokumente oder Präsentationen erstellen, ist Canva mit Magic Studio oft das Tool, das den größten sofort spürbaren Unterschied macht.

Tarife: Kostenlos (eingeschränkt) | Pro: 11,99 €/Monat | Teams: 23,99 €/Monat. (Quelle: canva.com, Stand: Juni 2026)

Audio und Video

10. ElevenLabs

Text wird Stimme. Und zwar eine, die echt klingt.

ElevenLabs wandelt Text in gesprochene Sprache um, in über 70 Sprachen und mit Stimmen, die sich kaum von menschlichen Aufnahmen unterscheiden lassen. Voice Cloning erzeugt aus einer kurzen Audioaufnahme eine digitale Kopie deiner eigenen Stimme. Die kannst du dann beliebige Texte sprechen lassen.

Anwendungsfälle: Podcasts ohne Studio produzieren, Schulungsvideos vertonen, Webseiteninhalte als Audio anbieten, Videos in andere Sprachen synchronisieren (AI Dubbing). Für Unternehmen, die regelmäßig Audioinhalte brauchen, aber kein Budget für professionelle Sprecher:innen haben, ist ElevenLabs eine echte Alternative.

Tarife: Kostenlos (ca. 10 Min. Audio/Monat) | Starter: 5 $/Monat | Creator: 22 $/Monat. (Quelle: elevenlabs.io, Stand: Juni 2026)

11. HeyGen

Videos ohne Kamera, Studio oder Schauspieler:innen.

HeyGen erstellt Videos mit digitalen Avataren. Du gibst einen Text ein, wählst einen Avatar und eine Stimme, und HeyGen produziert ein fertiges Video mit synchronisierten Lippenbewegungen. Seit 2026 kannst du aus einem 15-Sekunden-Video einen digitalen Zwilling erstellen, der aussieht und klingt wie du.

Besonders relevant für Unternehmen, die regelmäßig Schulungs-, Onboarding- oder Marketingvideos produzieren. Ein Schulungsvideo aktualisieren heißt: Text ändern, neu generieren. Kein erneutes Drehen, kein Schnitt, kein Studio. Das spart nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit. Für internationale Teams kommt hinzu: Das gleiche Video lässt sich automatisch in 175+ Sprachen übersetzen, inklusive synchronisierter Lippenbewegungen.

Tarife: Kostenlos (1 Min. Video/Monat) | Creator: ab 24 $/Monat. (Quelle: heygen.com, Stand: Juni 2026)

Automatisierung

12. Make (ehemals Integromat)

KI-Workflows ohne eine Zeile Code.

Make verbindet verschiedene Apps und Dienste zu automatisierten Workflows. Das Besondere: Du kannst KI-Modelle (ChatGPT, Claude) als Bausteine in diese Workflows einbinden. Zum Beispiel: Neue E-Mail kommt rein → ChatGPT analysiert den Inhalt → Antwort wird vorgeschlagen → Ergebnis wird in einem Google Sheet protokolliert. Alles automatisch, ohne dass du eingreifen musst.

Für Selbstständige und kleine Teams ist Make der einfachste Einstieg in KI-Automatisierung. Keine Programmierkenntnisse nötig. Alles per Drag-and-Drop. Die meisten meiner Kurs-Teilnehmer:innen haben ihren ersten KI-Workflow innerhalb von zwei Stunden gebaut. Typische erste Projekte: Social-Media-Posts aus Blogartikeln generieren, Kundenfeedback automatisch kategorisieren, Rechnungsdaten aus E-Mails extrahieren und in eine Tabelle schreiben.

Tarife: Kostenlos (1.000 Operationen/Monat) | Core: ab 9 $/Monat. (Quelle: make.com, Stand: Juni 2026)

13. n8n

Die Open-Source-Alternative für Technikaffine.

n8n macht dasselbe wie Make, ist aber Open Source. Du kannst es auf eigenen Servern betreiben und hast volle Kontrolle über deine Daten. Die Community hat Hunderte von Integrationen gebaut, darunter auch KI-Agenten-Workflows, die mehrere Schritte eigenständig ausführen.

Für Unternehmen mit Datenschutzanforderungen oder technischem Know-how im Team ist n8n oft die bessere Wahl als Make. Der Nachteil: Die Einrichtung ist technischer und du brauchst einen Server oder einen Cloud-Anbieter zum Betrieb.

Tarife: Community Edition kostenlos (Self-Hosted) | Cloud: ab 24 €/Monat. (Quelle: n8n.io, Stand: Juni 2026)

Produktivität und Zusammenarbeit

14. Notion AI

Dein Firmenwissen mit KI durchsuchbar machen.

Notion ist ein Produktivitätstool für Notizen, Dokumente und Projektmanagement. Notion AI durchsucht deine gesamte Wissensbasis und beantwortet Fragen auf Basis deiner eigenen Inhalte. Stell dir vor, du fragst: Was haben wir beim letzten Kundenprojekt zum Thema Datenschutz entschieden? Notion AI findet die Antwort in deinen Notizen, Meeting-Protokollen und Dokumenten.

Das Prinzip ist RAG (Retrieval Augmented Generation), aber ohne technische Einrichtung. Du schreibst dein Wissen in Notion, die KI macht es durchsuchbar und nutzbar. Für Teams, die ihr Wissen an einem Ort bündeln wollen, ist das eine der pragmatischsten Lösungen am Markt. Der Vorteil gegenüber einem externen KI-Tool: Notion AI antwortet auf Basis deiner tatsächlichen Dokumente, nicht auf Basis von Trainingsdaten aus dem Internet. Die Halluzinationsrate ist dadurch deutlich niedriger.

Tarife: Kostenlos (eingeschränkt) | Plus: 8 $/Monat | Notion AI Add-on: 8 $/Nutzer:in/Monat. (Quelle: notion.so, Stand: Juni 2026)

15. Fireflies.ai

Meetings transkribieren und durchsuchbar machen.

Fireflies.ai nimmt an deinen Online-Meetings teil (Zoom, Teams, Google Meet), transkribiert das Gespräch, fasst die wichtigsten Punkte zusammen und erstellt eine Aufgabenliste. Du musst nie wieder fragen: Was wurde eigentlich besprochen? Und du musst nie wieder während eines Gesprächs parallel mitschreiben.

Für Unternehmen mit vielen Meetings spart Fireflies Stunden pro Woche. Die Transkripte sind durchsuchbar, exportierbar und lassen sich in CRM-Systeme integrieren. Ich empfehle es besonders für Teams, die viel mit externen Partner:innen arbeiten und später nachvollziehen müssen, was vereinbart wurde. Auch für Einzelunternehmer:innen, die Erstgespräche mit Kund:innen führen, ist Fireflies hilfreich: Du kannst dich voll auf das Gespräch konzentrieren und hast hinterher trotzdem ein vollständiges Protokoll mit den wichtigsten Action Items.

Tarife: Kostenlos (300 Min. Speicher) | Pro: 18 $/Monat | Business: 29 $/Monat. (Quelle: fireflies.ai, Stand: Juni 2026)

Wie du anfängst

Nicht alle 15 Tools auf einmal. Starte mit einem, das ein konkretes Problem löst, das du heute hast. Zu viele E-Mails? Copilot oder Claude. Zu wenig Content? ChatGPT oder Canva. Zu viele Meetings ohne Ergebnis? Fireflies. Zu viel manuelle Zuarbeit? Make.

Der häufigste Fehler: Tools ausprobieren, ohne ein Ziel zu haben. Dann fühlt sich alles wie unnötige Spielerei an. Nimm eine Aufgabe, die dich regelmäßig Zeit kostet, und löse sie mit einem dieser Tools. Wenn das funktioniert, kommt der Rest von allein.

Ein zweiter Tipp: Teste nicht fünf Tools parallel. Nimm eines, arbeite zwei Wochen damit, bau es in deinen Alltag ein. Erst wenn es sitzt, kommt das nächste. Ich sehe in meinen Kursen regelmäßig Teilnehmer:innen, die sich drei Abos gleichzeitig holen und am Ende keins davon richtig nutzen.

Und drittens: Sprich mit deinem Team darüber, welche Tools genutzt werden. Shadow AI, also die unkontrollierte Nutzung von KI-Tools durch einzelne Mitarbeiter:innen, ist ein wachsendes Problem. Wenn jeder sein eigenes Tool nutzt, ohne dass das Unternehmen davon weiß, entstehen Datenschutzrisiken und Inkonsistenzen. Eine gemeinsame Tool-Entscheidung spart am Ende mehr als die freie Wahl.

Noch ein Hinweis: Die Preise und Funktionen der genannten Tools ändern sich regelmäßig. Ich empfehle, vor einer Kaufentscheidung immer die offizielle Preisseite des jeweiligen Anbieters zu prüfen. Die Links findest du in den zugehörigen Glossar-Einträgen auf meiner Webseite.


➡ Du willst KI in deinem Arbeitsalltag einsetzen? In meinen „KI at Work“ Kursen zeige ich dir Schritt für Schritt, wie das geht. Ohne Vorwissen.


Stand dieses Beitrags: Juni 2026. Preise und Funktionen ändern sich regelmäßig. Die verlinkten Quellen führen zu den offiziellen Preisseiten der Anbieter.

]]>
https://www.stefanieweidner.com/blog/ki-tools-fuer-unternehmen/feed/ 0 https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico
Podcast "Hochbegabt": Interview mit Marion https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-marion https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-marion#comments Fri, 25 Apr 2025 19:51:00 +0000 Hochbegabt Hochbegabung Podcast https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-marion Weiterlesen

]]>
In dieser inspirierenden Podcast-Folge erzählt Marion offen von ihrem facettenreichen Lebensweg – von einer liebevollen Kindheit und der überraschenden Erkenntnis ihrer Hochbegabung bis hin zum täglichen Spagat zwischen Büroalltag und künstlerischer Leidenschaft. Mit viel Mut und authentischer Ehrlichkeit teilt sie, wie sie den Herausforderungen des Lebens begegnet und ihre einzigartige Persönlichkeit lebt. Lass dich von Marions positiven Lebensweisheiten motivieren und finde Inspiration für deinen eigenen Weg!



]]>
https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-marion/feed/ 0 https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico
Podcast "Hochbegabt": Interview mit Ruth https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-ruth https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-ruth#comments Fri, 23 Dec 2022 22:15:00 +0000 Hochbegabt Hochbegabung Stefanie Weidner Podcast https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-ruth Weiterlesen

]]>
Ruth vertraut sich, ihrem Gefühl und ihren Erfahrungen mehr als einem Test. Deshalb steht für sie auch ohne IQ-Test fest, dass sie hochbegabt ist.

Den Begriff „Hochbegabung“ mag Ruth gar nicht. Lieber spricht sie über „Superpower“, von der sie überzeugt ist, dass sie jeder Mensch in sich trägt. Sie hat das Glück nicht nur ihre Superpower zu kennen, sondern hat es bereits geschafft, ihr Leben darauf aufzubauen.

Ruth ist eine starke, selbstbewusste Frau, die schon als Kind Stärke gezeigt hat und sich selbst dann treu geblieben ist, wenn ihre Stärke für Konflikte gesorgt hat.

Jungs galten immer als intelligent, Mädchen nur als fleißig. Eine ungerechte Sichtweise, mit der sie oft konfrontiert wurde und auf die sie aufmerksam machen möchte.

Warum sie heute mit Noise-Cancelling am Meer sitzt und 1+1 mehr als 2 ist, erklärt euch die studierte Mathematikerin mit Hang zur Rebellion in dieser Folge von „Hochbegabt“.

Viel Spaß.

Themen, die in dieser Folge angesprochen werden:

  • Sonnen- und Schattenseiten in der Schulzeit
  • Unterschiede im Umgang mit hochbegabten Jungen und hochbegabten Mädchen
  • Integration von hochbegabten Kindern in der Schule
  • Krise in der Schule
  • Herausforderung: Lernen lernen
  • Verhaltensanpassung
  • Ihre Lernstrategie
  • Lerntherapie
  • Aliengefühl
  • Positives Feedback zu ihrer Superpower im Arbeitsalltag
  • Flow-Strategien
  • Meinung zu dem Begriff „Hochbegabt“
  • Kurs bei hochbegabten Stiftung
  • Hochbegabung und Familie
  • Bücher schreiben
  • Mit Selbstbewusstsein und Stärke die eigene Hochbegabung leben
  • Arbeitsweise als Selbständige
  • IQ Test als Feedback und nicht als absolute Ver- oder Beurteilung
  • Vertrauen in dich selbst
  • Tipp für Lehrer
  • Tipp für jugendliche Hochbegabte
]]>
https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-ruth/feed/ 0 https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico
Podcast "Hochbegabt": Interview mit Stefanie https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-stefanie https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-stefanie#comments Sun, 09 Oct 2022 22:12:00 +0000 Hochbegabt Hochbegabung Stefanie Weidner Podcast https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-stefanie Weiterlesen

]]>
Stefanie kam an den Punkt, an dem sie dachte, dass ihr das Leben engleitet. Dann kam plötzlich alles anders.

Heute hat sie das Gefühl, endlich zu leben!

Auf der Suche nach Erfüllung und Freiheit, hat sie nie aufgegeben und kämpfte für ihr Glück. „Geht nicht, gibt’s nicht!“ lautet ihr Motto. Und so findet Stefanie auch für die unmöglichsten Herausforderungen eine Lösung.

Aktuell arbeitet sie – neben der Veröffentlichung weiterer Bücher und ihrem Fernstudium – heimlich an einer Lösung, um den 24-Stunden-Tag zu verlängern, denn ihr Leben hat tausend Ideen für sie parat. Neben ihrer Motivation hat Stefanie für uns zahlreiche Tipps mit im Gepäck. Also sei gespannt und genieß diese Folge von „Hochbegabt“.

Viel Spaß!


Themen, die in dieser Folge angesprochen werden:

  • Bildungsunabhängiger Intelligenztest
  • Gefühle nach dem Intelligenztest
  • Die „Schock-Zeit“ nach dem Testergebnis
  • Das Anzweifeln des Ergebnisses und der Umgang damit
  • Beruflicher Werdegang, Jobwechsel und Arbeiten über das Stellenprofil hinaus
  • Umgang mit der Hochbegabung im beruflichen und privaten Kontext
  • Konfrontation anderer potenzieller Hochbegabte mit ihrer Hochbegabung
  • Auf der Suche nach Erfüllung im Beruf
  • Was Stefanie als Hochbegabte im Beruf braucht, damit sie sich wohlfühlt
  • Was den perfekten Chef für eine Hochbegabte ausmacht
  • Ihre 2 Tipps, um gut durch die Welt zu kommen
  • Freiheit und Selbständigkeit, schon mit 5 Jahren
  • Sich selber verstecken und nicht auffallen wollen
  • Lösungsfinderin
  • Zu sich selber stehen
  • Die Verantwortung, die eigene Hochbegabung einzusetzen
  • Bucket List und Nachholbedarf
  • Vielfalt reduzieren und Intensität beibehalten
  • Fokus finden und halten
  • Ihr eigenes Buch für spät erkannte Hochbegabte
  • Falscher Perfektionismus
  • Herangehensweise an Klausuren
  • Herausforderungen beim Lernen
  • Tipp für Hochbegabte, die aktuell nicht happy in ihrem Job sind
  • Fähigkeiten vs. Zeugnis
  • Tipp für die Zeit nach dem IQ Test
]]>
https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-stefanie/feed/ 2 https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico
Podcast "Hochbegabt": Interview mit André https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-andr https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-andr#comments Sun, 25 Sep 2022 16:06:00 +0000 Hochbegabt Hochbegabung Stefanie Weidner Podcast https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-andr Weiterlesen

]]>
Die Entdeckung seiner Hochbegabung war für ihn seine zweite Geburt.

Deshalb spreche ich heute mit dem 2,5 jährigen André über die Sonnen-, aber auch Schattenseiten seiner Hochbegabung. Wir reden darüber, warum wir bei Sonnenuntergängen immer weinen und müde werden, wenn wir uns ausruhen.

André, a.k.a. Sheldon, gewährt uns tiefe und verdammt ehrliche Einblicke in sein Leben.

Vor seinen Kollegen hat er sich bereits geoutet, aber auch für seinen Chef wird es keine Überraschung, wenn er diesen Podcast hört.

Und wenn du wissen willst, welche Tipps Andrés Stimmen in seinem Kopf für Arbeitgeber haben, die mit Hochbegabten arbeiten oder du dich einfach von diesem sehr sympathischen und motivierenden Nerd mit guter Laune anstecken lassen willst, beweise Durchhaltevermögen und genieß die erste Folge von „Hochbegabt“.

Viel Spaß.

Themen, die in dieser Folge angesprochen werden:

  • Hochbegabte Kinder
  • Hochsensibilität
  • Spezialisten (Psychotherapeuten, Coaches) für Hochbegabte
  • Bücher über Hochbegabte
  • Späti sein
  • Spiegelsyndrom
  • Höchstbegabung
  • Mensa und HBZ Frankfurt
  • Allgemeine Probleme vs. Probleme durch die Hochbegabung
  • Typisches Verhalten nach der „Diagnose“ Hochbegabung
  • Revue passieren lassen der gesamten Vergangenheit
  • Outing gegenüber den Kollegen
  • Reizüberflutung
  • Das Gefühl, dass man selber nicht normal ist oder etwas mit einem nicht stimmt
  • Antennen für andere HBs
  • Gemeinsamkeiten von Geld und Hochbegabung
  • Druck und Vorurteile von außen
  • Wissen vs. hoher IQ
  • Warum klassisches Lernen nicht funktioniert und die richtige Lernstrategie wichtig ist
  • Hirnforschung bei Hochbegabten
  • Müdigkeit und Hochbegabung
  • Inklusion, die ausschließt
  • Vorteile, mit dem Wissen um seine Hochbegabung, aufzuwachsen
  • Das „verlorene Leben“ und wie man trotzdem glücklich sein kann
  • Boreout und der Hang zum Perfektionismus
  • Hochbegabung im Beruf nutzen
  • Durch Wissen um die eigeneHochbegabung, diese annehmen und seine Fähigkeiten besser nutzen
  • Verästeltes Denken
  • Das (freche) hochbegabte Unterbewusstsein
  • Hyper brain and hyper body
  • Persönlicher Leistungsanspruch
  • Buch schreiben und veröffentlichen
  • Rat an Arbeitgeber:innen, die mit Hochbegabten arbeiten
  • Tipp für hochbegabte Arbeitnehmer:innen
  • Scanner-Typ
  • Unterschiede zwischen Hochbegabung und Höchstbegabung
  • Stimmen im Kopf und der innere Monolog
  • Excel-Love
  • Alien-Gefühl und Einsamkeit
  • Innehalten & Zeit nehmen 
]]>
https://www.stefanieweidner.com/blog/podcast-hochbegabt-interview-mit-andr/feed/ 0 https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico
Intro Podcast "Hochbegabt" von Stefanie Weidner https://www.stefanieweidner.com/blog/intro-podcast-hochbegabt https://www.stefanieweidner.com/blog/intro-podcast-hochbegabt#comments Sun, 18 Sep 2022 18:16:00 +0000 Hochbegabt Hochbegabung Stefanie Weidner Podcast https://www.stefanieweidner.com/blog/intro-podcast-hochbegabt Weiterlesen

]]>
Herzlich willkommen zu meinem Podcast „Hochbegabt“. Mein Name ist Stefanie Weidner und ich bin hochbegabt. Das bedeutet, dass ich zu den 2% der Bevölkerung gehöre, deren IQ über 130 liegt. Fluch oder Segen?

In diesem Podcast reden meine Gäste und ich unter anderem genau darüber. Außerdem räumen wir mit den Vorurteilen auf, die den Hochbegabten anhaften.

Freu dich auf viele spannende, schöne, witzige, traurige, schräge, ehrliche, nerdige, unglaublich tolle Einblicke in das Leben von hochbegabten Menschen.

Kleiner Spoiler vorneweg: Kein Lebensweg gleicht dem anderen. Denn Hochbegabung und der Umgang damit sind vielfältig. Ebenso auch die Herausforderungen, Begleiterscheinungen und Fähigkeiten, die eine Hochbegabung mit sich bringen kann.

Um keinen der Lebenswege zu verpassen, abonniere den Podcast und schau auf meiner Webseite www.StefanieWeidner.com vorbei.

Und nun viel Freude mit meinem Podcast „Hochbegabt“.

]]>
https://www.stefanieweidner.com/blog/intro-podcast-hochbegabt/feed/ 0 https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico
Hallo Versicherungsbranche – Meine Reise in eine Branche, die angenehmer ist als ihr Ruf https://www.stefanieweidner.com/blog/versicherungsbranche https://www.stefanieweidner.com/blog/versicherungsbranche#comments Mon, 13 Apr 2020 14:26:00 +0000 Versicherungsbranche Maklerbetrieb Digitalisierung Stefanie Weidner https://www.stefanieweidner.com/blog/versicherungsbranche Weiterlesen

]]>
Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich mal in der Versicherungsbranche arbeiten würde, hätte ich laut gelacht und ihn für verrückt erklärt. Nie im Leben hätte ich mir vorstellen können, „meine“ innovative und lebendige Startup Welt zu verlassen. Schon gar nicht, um in der Versicherungsbranche zu arbeiten. Da kam ja sogar eher die Immobilienbranche in Frage, die ebenfalls nicht den besten Ruf hat. Wie ich nun in der Versicherungsbranche gelandet bin und warum ich mir aktuell keinen besseren Job vorstellen kann, möchte ich hier mit dir teilen.


Inhalt


Versicherungsbranche Stefanie Weidner Photo by Hello I m Nik on Unsplash


Der schlechte Ruf des Versicherungsvertreters und seiner Branche

Laut der Bürgerbefragung des ddb genießt der Versicherungsvertreter das geringste Ansehen im Ranking der Berufsgruppen. 2019 und auch die letzten 3 Jahre davor stand der Versicherungsvertreter auf dem letzten Platz. Und 2019 sogar nur noch bei 8% der Befragten „hoch“ im Ansehen. Selbst Politiker (16%) und Bankangestellte (24%) sind besser angesehen. Im Laufe der letzten Jahre hat der Versicherungsvertreter noch an Ansehen verloren. Tendenz also sogar fallend.

Dass diese Branche und explizit der Versicherungsvertreter einen so schlechten Ruf hat, war für mich bisher nachvollziehbar. Von dem ein oder anderen Eklat hat sicher jeder schon mal gehört. Die berühmtesten Fälle gingen durch die Presse und haben über Monate, teilweise Jahre hinweg die Medien beschäftigt. Sei es der Sex-Skandal der Ergo bzw. Hamburg-Mannheimer Inter-Organisation oder Versicherungsvertreter Mehmet Göker der als „Vertreter der irrsten Auswüchse der Branche“ gilt. Sind das nur krasse Einzelfälle, die das Bild einer ganzen Branche über Jahrzehnte negativ prägen? Oder bis dato toleriertes Verhalten, das zu einer von Männern dominierten alten Arbeitswelt dazugehörte? Ich vermag darauf keine Antwort zu geben.

Es gibt aber auch Menschen, die eine explizit gute Meinung über Versicherungsvertreter haben. So schreibt z.B. der Kolumnist Harald Martenstein: „Klar, ein Versicherungsvertreter will etwas verkaufen, und er versucht, bei seinen Kunden einen sympathischen, vertrauenswürdigen Eindruck zu machen. Was ist schlecht daran? Ich mag es, wenn Leute freundlich, kompetent und höflich sind. Immer wenn ich im Restaurant eine halbe Stunde darum kämpfen muss, die Rechnung bezahlen zu dürfen, wünsche ich mir, dass der Kellner ein Versicherungsvertreter wäre. Auch an der Wursttheke im Supermarkt habe ich manchmal diese Sehnsucht.

Meine Erfahrungen mit der Versicherungsbranche beschränken sich auf wenige Begegnungen mit früheren Versicherungsvertretern und meiner jetzigen Position in einem Maklerbetrieb. Über die Versicherungsvertreter aus meiner Vergangenheit kann ich nichts Negatives berichten. Aber auch nichts Positives. Meine erste Versicherung habe ich abgeschlossen, als ich von zu Hause ausgezogen bin. Ich habe sie abgeschlossen, weil man das halt eben so gemacht hat. Da ich bisher, zum Glück, keine meiner Versicherungen gebraucht habe, gab es auch keine zusätzlichen Berührungspunkte. Auch keinen Anlass, um mich weiter mit dieser Branche oder ihren Vertretern auseinanderzusetzen. Für mich war das immer ein Thema, das in meinem Alltag keinerlei Präsenz einnahm. Das hat sich aber schlagartig geändert.


Wie ich in der Versicherungsbranche gelandet bin

Bezüglich eines Details falle ich direkt mit der Tür ins Haus: Mein Freund ist Versicherungsmakler. Unabhängiger Versicherungsmakler, wie ich im Laufe der Zeit gelernt habe. Da wir beide leidenschaftlich gerne Arbeiten, haben wir uns auch privat schon immer viel über unseren Beruf und den Unternehmensaufbau ausgetauscht. Um ehrlich zu sein – und ihm war es auch bewusst – hat mich das Versicherungsthema in unseren Gesprächen nie richtig gefesselt.

Was mich aber im Laufe der Zeit immer mehr interessiert und auch fasziniert hat, war sein Umgang mit Versicherungen und seine Sicht auf die Branche. Sie war ganz anders als all das, was ich bisher über die Versicherungsbranche gehört, gelesen und (vor allem) mir ausgemalt hatte. Also hörte ich aufmerksam zu und begann irgendwann mich wirklich dafür zu interessieren. Immer noch recht oberflächlich, aber mein Interesse war geweckt. Und wuchs an, als bei ihm der Wunsch aufkam, seinen Betrieb zu digitalisieren.

Dass wir privat ein super Team sind und ich mich mit Digitalisierung auskenne, trug dazu bei, dass wir begonnen, zusammen zu arbeiten. Natürlich erstmal nur ganz vorsichtig, also nur einen Tag in der Woche. Denn ich konnte mir immer noch nicht vorstellen, „richtig“ in einem Maklerbetrieb zu arbeiten. Auch wenn ich schon einiges über den Betrieb erfahren hatte, blieb in meinem Kopf das über Jahrzehnte hinweg durch Medien geprägte Bild, dass nichts mit ihm oder seiner Tätigkeit zu tun hatte.

Was ich dann erlebt habe, hat meine Sicht auf den Kopf gestellt und alles widerlegt, was ich bisher geglaubt hatte. Es hat mehrere Monate gedauert, bis ich mir das eingestanden habe, aber meine Tätigkeit in der Versicherungsbranche ist mit Abstand das interessanteste, was ich die letzten Jahre getan habe. Ich bin fasziniert und gefesselt.


Versicherungsbranche Stefanie Weidner Photo by Austin Schmid on Unsplash


Von ihhhh zu wow – Warum ich weiterhin in der Versicherungsbranche arbeiten möchte

Mein Freund war zwar der Auslöser, dass ich begonnen habe mich mit der Versicherungsbranche auseinanderzusetzen und dort zu arbeiten. Er ist aber nicht der Hauptgrund, warum ich auch bisher dabeigeblieben bin und weiterhin bleiben möchte. Nach knapp einem Jahr – und das ist sicherlich noch kein bedeutend langer Zeitraum – habe ich meine Erfahrungen Revue passieren lassen.

Das sind meine top 4 Gründe, warum ich auch weiterhin in dieser Branche arbeiten möchte:

  1. Das Potenzial und die Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung
  2. (M)Eine neue Perspektive auf Versicherungen
  3. Der Wandel und hybride Modelle
  4. Eine Arbeitsumgebung, die Freiheit zulässt und Wachstum befürwortet


Das Potenzial und Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung

Digitalisierung ist ein Begriff, unter dem man alles und nichts verstehen kann. Und auch im Kontext meiner Tätigkeit und der Versicherungsbranche im Allgemeinen ist er sehr facettenreiche. In Bezug auf die Maklerbetriebe beginnt die Digitalisierung bei der Digitalisierung der Papierunterlagen. In Bezug auf die konservativen Versicherungskonzerne, denke ich bei Digitalisierung an die Versicherer, die z.B. Schnittstellen für den Austausch von Daten schaffen müssen. Oder ihre außerordentlich großen Datenmengen aufbereiten müssen, um diese analysieren zu können. Aber auch, um mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wertvolle Erkenntnisse zu generieren und neue Leistungen anzubieten. Dann gibt es auch noch zahlreiche Startups oder Spinoffs großer Konzerne, die sich z.B. mit dem Einsatz von Blockchain in der Versicherungsbranche beschäftigen.

Ich finde es faszinierend und schockierend zugleich, wie unterschiedlich der Stand der Entwicklungen in Bezug auf die Digitalisierung in dieser Branche ist. Und noch faszinierender, welches Potenzial damit gleichzeitig in ihr steckt. Die Digitalisierung bringt aber nicht nur Chancen, sondern auch große Herausforderungen mit sich. Durch z.B. neue Regelungen innerhalb und außerhalb der Branche, ist der Versicherungsmakler mit neuen Aufgaben konfrontiert, die einen Großteil seiner Arbeitszeit einnehmen. Zwar kann durch den Einsatz digitaler Tools diese Zeit optimiert werden, um wieder mehr Zeit für die Kunden und die alltäglichen Aufgaben eines Maklers zu haben.

Aber seien wir mal ehrlich: welcher Makler bzw. Unternehmer ist in der Lage mal ebenso nebenbei, seinen Betrieb zu digitalisieren? Und welcher Makler hat die Ressourcen und das Knowhow, dies an Fachpersonal zu übergeben und die Ergebnisse bewerten zu können? Das werden die wenigsten sein. Wir reden hier nämlich außerdem von einer Berufsgruppe, die im Durchschnitt ein Alter ca. 53 Jahren aufweist. All die Versicherungsmakler, die dazu in der Lage sind, werden das immense Potenzial nutzen können, das die unterschiedlichen Facetten der Digitalisierung mit sich bringt. Alle anderen Makler, werden den Wandel in der Branche nur schwer oder gar nicht überleben.


(M)Eine neue Perspektive auf Versicherungen

Wie zu fast allem auf dieser Welt, gibt es auch zu dem Thema Versicherung unterschiedliche Perspektiven und Betrachtungsweisen, die man einnehmen kann. Im letzten Jahr gab es ein entscheidendes Gespräch, dass bei mir dazu geführt hat, Versicherungen aus einer neuen Perspektive zu sehen. Bei dem Gespräch ging es um unterschiedliche Gründe, warum Menschen eine Versicherung abschließen.

Es gibt z.B. die Inhaltsversicherung für dein Büro. Wenn du Inhalte im Wert von 30.000 Euro besitzt, diese zerstört werden und es für dich keinen nennenswerten Aufwand bedeutet, diese Inhalte zu ersetzen – so what? Dann kannst du die Versicherung abschließen oder es auch sein lassen. Wenn du kaufmännisch veranlagt bist, wirst du das Risiko in Verhältnis zur Prämie für die Versicherung stellen und auf dieser Basis deine Entscheidung treffen.

Dann gibt es aber auch Versicherungen wie z.B. eine Haftpflichtversicherung. Aus welchem Grund schließt du diese Versicherung ab? Ich habe sie abgeschlossen, weil ich wollte, dass Dinge von anderen ersetzt werden, die ich ausversehen beschädige. Rechnerisch ist es günstiger für mich, die sehr geringe jährliche Prämie zu zahlen, als z.B. einmal ein Handy, dass ich ausversehen fallen lasse. Das war bisher meine Perspektive.

Aber bei Versicherungen geht es nicht generell nur um mein persönliches Risiko und um meinen Schaden. Es geht vor allem auch um andere Menschen. Durch ein Versehen, durch eine kleine unglückliche Bewegung, kann es passieren, dass ein anderer Mensch lebensgefährlich verletzt wird. Dann musst du in der Lage sein, dafür sorgen zu können, dass dieser Mensch die bestmögliche Versorgung und Betreuung erhält. Und genau das ist – meiner (neuen) Meinung nach – der Hauptgrund, warum jeder eine Haftpflichtversicherung haben sollte. Und nicht umsonst ist z.B. eine KFZ Versicherung gesetzlich vorgeschrieben.

Für mich hat die Auseinandersetzung mit Versicherungen und der Abschluss dieser, im ersten Schritt damit zu tun, in wie weit jemand bereit ist, sich mit zum größten Teil unangenehmen Themen auseinanderzusetzen. Im zweiten Schritt damit, in weit derjenige bereit ist, Verantwortung dafür zu übernehmen. Oder eher gesagt Verantwortung zu teilen. Denn es gibt neben dir als Versicherungsnehmer auch immer das Versicherungsunternehmen, dass im Idealfall die Zahlung für den Schaden übernimmt.


Der Wandel und hybride Modelle

Die Versicherungsbranche arbeitet seit Jahren an ihrer Weiterentwicklung. Ich glaube, dass bisher die Notwendigkeit für einen Wandel nicht ernst genug genommen wurde. Ich glaube aber auch, dass sich das gerade ändert. Unter anderem durch den Druck, der auf der einen Seite durch junge, agile Unternehmen entsteht. Unternehmen, die von Beginn an digital starten, sich um keine Unternehmenstransformation kümmern müssen und sich dadurch gänzlich mit allen Ressourcen auf die Markterschließung fokussieren können. Auf der anderen Seite durch den Druck, dem Versicherungsmakler ausgesetzt sind und den diese weitergeben.

Selbst, wenn die Protagonisten der Versicherungsbranche diesen Druck die nächsten Jahre ertragen und sich nicht anpassen, wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo der Druck nicht mehr mit finanziellen Mitteln kompensiert werden kann. Dann wird es nicht ausreichen, Menschen weiterhin die Aufgaben erledigen zu lassen, die Technik besser und schneller erledigen kann.

Meiner Meinung nach, sind aber nicht die Insurtechs die Lösung für die Herausforderungen dieses Wandels. Meiner Meinung nach, müssen die Fähigkeiten von Menschen und Technik miteinander in hybriden Modellen kombiniert werden. Für die teilweise komplexen Beratungsthemen ist die Technik kein adäquater Ersatz. Aber sie sollte überall dort eingesetzt werden und den Menschen unterstützen oder ersetzen, wo sie schlau genug ist, um einen Mehrwert zu leisten. Einen Mehrwert nicht nur für den Versicherungskonzern oder den Makler. Sondern ganz besonders auch für den Versicherungsnehmer.


Eine Arbeitsumgebung, die Freiheit zulässt und Wachstum befürwortet

Für jemanden, der in einem innovativen und schnellen Umfeld gearbeitet hat, scheint der Alltag in der Versicherungsbranche auf den ersten Blick wie ein Rückblick in die Vergangenheit. Und zwar in eine Vergangenheit, die von Fax und Telefon dominiert wurde. Sicherlich hätte ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und wegrennen können. Aber weißt du, wie ich mich ein bisschen gefühlt habe? Wie Marty McFly. Stell dir vor, du reist mit all deinem heutigen Wissen in die Vergangenheit.

Natürlich war das jetzt eine übertriebene Darstellung. Aber trotzdem: Vieles von dem, was in meinem früheren Arbeitsalltag normaler Bestandteil war, würde den Arbeitsalltag jetzt extrem erleichtern und sehr viel Zeit und Ressourcen sparen. Ich habe die Chance und die Freiheit bekommen, eine Strategie aufzustellen und mit der Umsetzung zu beginnen. Ein Traum für jeden, der gerne Dinge bewegt und selbständig arbeitet.

Auch wenn es einfach klingt, bekannte Maßnahmen in einem neuen Kontext umzusetzen, bringt es auch viele Herausforderungen mit sich. Herausforderungen, mit denen ich wachsen und von denen ich lernen kann. Aber auch Herausforderungen, für die ich aktuell noch keine Lösung habe.

Alles in allem scheine ich in einer Branche gelandet zu sein, die Lust hat auf Menschen, die etwas bewegen und verändern wollen. Und die dankbar für Menschen ist, die sich nicht von den Vorurteilen abschrecken lassen und ein bisschen mitbringen von ihrer sonst gewohnten modernen und neuen Arbeitswelt.


Ich befasse mich zwar schon ein bisschen länger mit der Versicherungsbranche, aber angefangen dort zu arbeiten habe ich erst Mitte 2019. Ich interessiere mich sehr für einen Austausch, deine Erfahrungen und deine Perspektive zu der Versicherungsbranche. Deshalb würde ich mich sehr über Kommentare oder Nachrichten freuen.

Bis bald,

Stefanie

]]>
https://www.stefanieweidner.com/blog/versicherungsbranche/feed/ 0 https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico https://www.stefanieweidner.com/favicon.ico