Und spannende Insights zum Podcast.
Das hier hat nichts mit meiner Arbeit zu tun. Es ist mir trotzdem wichtig. Und hier steht, warum.
Es gab eine Zeit, da wiederholten sich bestimmte Dinge in der Zusammenarbeit mit anderen. Ich musste ständig langsamer machen, um niemanden zu verärgern. Mein Tempo war für die meisten zu schnell. Manche haben es mir geneidet. Manche haben meine Arbeit als ihre ausgegeben. Und wenn ich doch mal jemanden gefunden habe, der im gleichen Tempo denkt, war es großartig. Aber selten.
Dann las ich einen Artikel. Darin wurden Situationen beschrieben, in denen ich mich wiederfand. Auch die, sich manchmal wie ein Alien zu fühlen. Am Ende stand ein Satz: Wenn du dich so fühlst, bist du wahrscheinlich hochbegabt.
Darauf wäre ich nie gekommen. Ich war gut in der Schule. Sehr gut in der Ausbildung. 1,1 im Studium, ausgezeichnet als New Talent, danach weitere Auszeichnungen. Für mich war das normal. Nichts Besonderes. So macht man das eben. Dazu kam: In meiner Arbeitswelt haben Männer mich lange klein gemacht. Wer ständig hört, er sei zu viel, kommt nicht auf den Gedanken, besonders begabt zu sein. Ich habe den Test gemacht. Einfach, um zu wissen, ob das eine Erklärung ist. Er war positiv.
Nach dem Test hat sich mein Leben erstmal nicht verändert. Aber für mich hat sich alles verändert.
Ich bin bei Mensa eingetreten. Der Austausch dort hat gutgetan. Ich habe viele Bücher gelesen, um zu erfahren, wie es anderen ging. Dabei fiel mir auf, wie wenig es gibt. Vor allem keine Erfahrungsberichte. Keinen Podcast. Dabei war genau das, was mir am meisten geholfen hat: zu hören, wie es anderen ergangen ist. Wie sie heute damit umgehen. Andere sagten mir, sie hätten sich so etwas auch gewünscht. Also habe ich es gemacht. Der Podcast wurde kurz nach dem Start von Amazon im Rahmen einer Kampagne gesponsert und hervorgehoben. Er wurde oft gehört. Ein Hörer schrieb mir, dass er ihm geholfen hat. Für so einen Satz macht man das.
Neben meinem Aufnahmeort begann eine Baustelle. Sechs von sieben Tagen war es einfach zu laut für jede Aufnahme. Und die Abende brachten nicht die Ruhe, die eine gute Folge braucht. Irgendwann habe ich aufgehört, es zu versuchen.
Ich bin oft gefragt worden, ob noch Folgen kommen. Die Antwort heißt ja. Leider aber erst Ende 2026. Wir ziehen nämlich um. Und im neuen Haus habe ich genug Platz für einen Raum, in dem ich verlässlich aufnehmen kann. Dann geht es weiter.
Und wenn du selbst hochbegabt bist und deine Geschichte erzählen möchtest: Schreib mir. Genau davon lebt dieser Podcast: Nicht von Erklärungen, sondern von Menschen, die erzählen, wie es ihnen ergangen ist.