C2PA ist ein offener technischer Standard, der die Herkunft und Bearbeitungsschritte digitaler Inhalte kryptografisch signiert und damit nachweisbar macht, einschließlich der Frage, ob KI beteiligt war. Content Credentials sind die sichtbare Umsetzung dieses Standards: signierte Metadaten, eine Art digitaler Beipackzettel, den Programme und Plattformen auslesen können.
Hinter dem Standard steht die Coalition for Content Provenance and Authenticity (C2PA), gegründet 2021 von Adobe, Arm, BBC, Intel, Microsoft und Truepic. Seither sind zahlreiche weitere Mitglieder dazugekommen, darunter Google, Sony und seit 2024 auch OpenAI im Steering Committee. Beim Erstellen oder Bearbeiten eines Inhalts wird eine kryptografisch signierte Herkunftsinformation angehängt: welches Werkzeug, wann, mit oder ohne KI.
In der Praxis begegnet dir das zum Beispiel auf LinkedIn: Die Plattform liest C2PA-Daten aus und zeigt an entsprechend markierten Inhalten automatisch ein Symbol an. (Stand: September 2026, Quelle: linkedin.com)
Für Unternehmen: Artikel 50 Absatz 2 der EU-KI-Verordnung verlangt, dass KI-Ausgaben maschinenlesbar markiert werden. C2PA ist einer der wichtigsten Wege, diese Pflicht technisch zu erfüllen. Die Grenze des Systems: Metadaten überleben Screenshots und manche Bearbeitungen nicht. Viele Plattformen entfernen sie beim Upload sogar aktiv. Deshalb ergänzen sichtbare Labels die technische Ebene, und deshalb solltest du Metadaten aus KI-Dateien niemals gezielt entfernen.
🔗 Verwandte Begriffe:
SynthID, Deepfake, EU AI Act, KI-Erkennung / AI Detection
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